Allgemeine Informationen
Die richtige Auswahl der Bodenausstattung in Haus oder Wohnung entscheidet nicht nur die persönliche Präferenz der eigenen Füße, sondern ist auch immer eine Stil- und Harmoniefrage. Schließlich sollen auch Lampen, Möbel und die Wanddekoration optisch zum Zimmerboden passen. Darüber hinaus gibt es auch ganz praktische Aspekte, die die Wahl des Fußbodens beeinflussen. So stellt sich deshalb häufig die Frage: Nehmen wir Parkett, Laminat oder bleiben wir doch beim altbewährten Teppichboden?
Alle drei Varianten haben Vor- und Nachteile. Finden Sie im Folgenden heraus, welche Bodenart am Besten zu Ihnen passt:
Der Parkettboden
In Wohnungen und Eigenheimen gehören Parkettböden zu den modernen und kostenintensiveren Bodenbauvarianten. Das liegt insbesondere daran, dass mindestens die oberste Schicht des Parkettbodens aus echtem Hartholz von Laubbäumen besteht und der Preis pro Quadratmeter dementsprechend teuer ist. Je weniger echtes Holz für die Holzpflaster verwendet wird, desto preiswerter wird auch der Parkettboden. Füllstoffe wie zum Beispiel gepresster Holzabfall mindern den Parkettpreis. Die Stärke der obersten Holzschicht entscheidet außerdem darüber, wie oft der Parkettboden abgeschliffen werden kann.
Parkett erzeugt im Wohnbereich stets eine angenehme Holzatmosphäre, die nicht aufdringlich, sondern angenehm offen wirkt und viel persönlichen Gestaltungsspielraum bei der Wahl von Möbeln und Raumaccessoires lässt. Die zumeist dunkle, braune Holzfarbe ist ein malerischer Untergrund für antike Möbelstücke und Antiquitäten. Egal ob Chesterfield Couch oder alte Standuhr, ein Parkettfußboden ergänzt klassische und alte Möbel hervorragend. Aber auch einer modernen Wohneinrichtung bietet der Parkettboden viel Gestaltungsspielraum. Klare Schwarz- und Weißtöne kommen auf dem Parkett ebenfalls bestens zur Geltung. Dank einer großen Auswahl an Holzsorten und Farbvarianten lässt sich der perfekte Parkettboden sehr schnell finden.
Nachteilig könnte sich der Parkettfußboden für Allergiker auswirken, denn laut einer Untersuchung des Deutschen Allergie- und Asthmabundes (DAAB) ist die durchschnittliche Feinstaubkonzentration in Innenräumen mit Glattboden doppelt so hoch wie in Innenräumen mit Teppichboden. Schnell bilden sich Staubschichten auf dem Parkett, die mit Staubsauger und Wischmob regelmäßig entfernt werden müssen. Allerdings ist bei Feuchtigkeit auf dem Parkett Vorsicht geboten, denn nicht jede Parkettart verträgt Wasser auf der Oberfläche. Deshalb sollte man sich auch überlegen, ob ein Parkettboden im Kinderzimmer sinnvoll ist. Trotz der langen Haltbarkeit sind eben manche Parkettsorten doch recht empfindlich. Erkundigen Sie sich deshalb unbedingt vor dem Kauf, welcher Parkettboden sich für Ihre Zwecke am Besten eignet.
Zusammengefasst ist Parkett also ein edler, widerstandsfähiger und hochwertiger Fußbodenbelag, der je nach Parkettart allerdings ein gewisses Budget verlangt und sich für Allergiker und Kinderzimmer nicht unbedingt eignet.
Mehr Informationen zum Thema Parkett und wie Sie ihn verlegen, finden Sie unter: http://www.parkettbau.de
Der Laminatboden
Im Gegensatz zum Parkett besteht der Laminatfußboden nicht aus Holz. Laminat ist ein Produkt, das zwar Holz sehr ähnlich sieht, aber lediglich aus Kunststoff besteht. Das sogenannte Parkettimitat ist dadurch sehr kostengünstig und eignet sich im Gegensatz zum echten Parkett auch für den kleinen Geldbeutel. Allerdings gibt es auch beim Laminatprodukt selbst qualitative Unterschiede. So sind Laminatfußböden in unterschiedlichen Paneelstärken erhältlich. Darüber hinaus kann die Abriebfestigkeit mitunter stark variieren. Hochwertiger Laminat ist vor allen Dingen wasserresistenter und druckbeständiger. Einen Nachteil haben jedoch alle Laminatfußböden gemeinsam. Bei Beschädigung oder Verschleiß kann die Oberfläche des Laminats nicht einfach abgeschliffen werden. Hier ist der teurere Massivholzparkettboden klar im Vorteil.
Optisch betrachtet, ist ein Laminatboden gegenüber dem Parkett keineswegs benachteiligt. Auch hier gibt es verschiedene Farben und Formen zur Auswahl. Gerade auf hochwertigem Laminat sehen sowohl helle als auch dunkle Möbel sehr stilvoll aus. Mit aufwändigen Oberflächenversiegelungen kann ein Laminatfußboden auch problemlos im Kinderzimmer untergebracht werden. Ein wesentlicher Vorteil des Laminats ist, dass er schnell und unkompliziert verlegt werden kann.
Das Allergikerproblem gibt es auch beim Laminat, denn auch hier handelt es sich um einen Glattboden. Es bildet sich rasch eine Staubschicht, die aber mit Staubsauger und Nasswischer schnell entfernt werden kann.
Resümierend lässt sich anführen, dass Laminat die günstige Variante zum Parkett ist. Schnell und einfach verlegt, eignet sich Laminat besonders für Mietwohnungen. Zum Teil ist Laminat sogar widerstandsfähiger als Parkett und lässt sich deshalb auch in wilden Kinderzimmern gut einsetzen. Nachteile könnten für Hausstauballergiker entstehen. Laminatböden sind starke Staubfänger und müssen regelmäßig gesäubert werden.
Der Teppichboden
Der Teppichboden gehört zu den Klassikern in Wohnungen und Eigenheimen. Nach Quadratmetern gemessen, ist er der am meisten eingesetzte Bodenbelag in Deutschland. Anders als Parkett oder Laminat gehört der Teppich nicht zu den Glattböden und ist somit grundsätzlich allergikerfreundlich. Auch hier sind der Varianten- und Farbvielfalt keine Grenzen gesetzt. Die Bandbreite reicht von preiswerten bis hin zu exklusiven Teppichen.
Teppiche sorgen für Gemütlichkeit und strahlen Wärme aus. Ein großer weiterer Vorteil ist der Lärmschutz. Im Gegensatz zum Parkett und Laminat fängt ein Teppichboden den Schall ab und mindert somit die Zimmerlautstärke. Aus diesem Grund eignet sich gerade im Kinderzimmer ein Teppichboden.
Problematisch ist die Reinigung der Teppichböden. Speisen und Getränke lassen sich nicht so leicht entfernen, wie es zum Beispiel beim Laminatboden der Fall ist. Die Flecken auf dem Teppich müssen in jedem Fall aufwändiger beseitigt werden. Verschiedene Möglichkeiten, wie zum Beispiel das Shampoonierverfahren, stehen dabei zur Verfügung. Beim Shampoonierverfahren wird der Teppich zumeist mit einer Tensidlösung eingerieben, um anschließend mit einer Bohnermaschine den Schmutz aus den Fasern zu lösen. Bei der Teppichreinigung kommt es auch immer auf die Art des Teppichbodens an. Ein Schlingen- oder Veloursteppich muss anders gereinigt werden als ein Nadelfilzteppich.
Den Status als beliebtester Bodenbelag in Deutschland hat der Teppich zu Recht. Wer gemütliches und ruhiges Wohnen mag, wird den Teppichboden sehr schätzen. Auch Allergikern bietet der Teppichboden Vorteile gegenüber Laminat und Parkett. Lediglich der Reinigungsaufwand ist ein Manko des Teppichbodens. Gerade wenn Fruchtsäfte oder fetthaltige Lebensmittel auf den Fasern landen, ist das häufig mit viel Ärger und Putzzeit verbunden.
(c) by Päffgen GmbH bzw. deren Autoren 2010, www.bodenbau.de
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