Teppich richtig verlegen
Viele Menschen haben in ihrem Leben schon mal mehr oder weniger erfolgreich einen Teppich verlegt. Leider fehlt gerade Anfängern häufig das nötige Grundwissen, um nachher einen Fußboden mit Beulen oder kahle Stellen zu vermeiden. Wer einen Teppich vernünftig und schnell verlegen möchte, braucht dazu erstmal ein paar notwendige Werkzeuge. Neben dem obligatorischen Teppichmesser sollte auch ein Zollstock, ein Hammer, genügend Klebeband und wahlweise eine Stahlschiene oder ein Lineal vorhanden sein.
Grundsätzlich ist es ratsam, eine kleine Zeichnung des Raumes anzufertigen, in dem man den Teppich verlegen will. Dabei sollten auch sämtliche Vorsprünge, Nischen, Heizkörper und Türen skizziert werden. Danach gilt es, den Raum vernünftig auszumessen, um zu wissen, wie viel Teppich wirklich benötigt wird. Es ist sinnvoll, immer etwas mehr Stoff zu nehmen, als tatsächlich benötigt wird, um beispielsweise Vorsprünge oder Heizungsrohre besser zuzuschneiden.
Obwohl Teppichverlegen viel schneller geht als beispielsweise der Einbau von Laminat, sollte trotzdem genug Zeit eingeplant werden, um Hektik und unnötigem Stress vorzubeugen. Mindestens zwölf Stunden beziehungsweise einen freier Samstag sollte man schon für die Arbeit einkalkulieren. Außerdem empfiehlt es sich, den Teppich vorher ein wenig ruhen zu lassen, damit er sich etwas setzt und später leichter zu verlegen ist. Im Idealfall steht der Teppich etwa 12 bis 15 Zentimeter an den Wänden ab. So hat man nachher genug Spielraum.
Wurde der Teppich also provisorisch verlegt und sind anschließend einige Stunden vergangen, hat sich der Teppich entsprechend gelegt und die Arbeit kann losgehen. Den Überstand an den Wänden kann man mit der Stahlschiene oder dem Lineal andrücken und anschließend mit einem scharfen Messer präzise zurechtschneiden. Um sich selbst nicht zu verletzen, sollte immer von der eigenen Hand weggeschnitten werden. Die Ecken des Zimmers müssen besonders behutsam bearbeitet werden, weil hier die Gefahr besteht, zu viel Teppich wegzuschneiden.
Der Teppich lässt sich nun auf verschiedene Arten mit dem Boden verkleben. Die simpelste, aber nicht unbedingt beste Methode einen Teppich zu verkleben, ist die Verwendung von doppelseitigem Klebeband. Das Klebeband wird an mehreren Stellen unter dem Teppich angebracht. Nacheinander zieht man daraufhin die Schutzfolie ab und drückt den Teppich fest auf den Boden. Idealerweise arbeitet man dabei diagonal von einer Ecke zur gegenüberliegenden, um kleinere Beulen oder Unebenheiten sofort zu glätten. Nachhaltig ist diese Methode leider nicht, denn häufig entstehen später gerade in stark frequentierten Räumen kleinere Beulen im Teppich. Besser und effektiver ist die Variante, den Teppich zum Beispiel mit PVC-Kleber zu verleimen. Dazu streicht man zunächst den Klebstoff auf den Bodengrund und verteilt diesen gleichmäßig mit einer Zahnspachtel. Nach kurzer Lüftungszeit von etwa zehn Minuten, kann der Teppich verlegt werden. Diese Methode garantiert einen glatten und rutschfesten Teppich. Lediglich das Entfernen des verlegten Teppichs ist bei dieser Methode mit etwas mehr Aufwand verbunden, denn zum Teil muss der verklebte Teppich mühsam abgeschabt werden. Letztendlich kommt es auch auf den Teppich an, der verlegt werden soll. Sehr schwerer Teppich in wenig genutzten Zimmern kann auch durchaus mit Klebeband verlegt werden. In Büros oder Kinderzimmern sollte man aber schon die Klebstoffvariante bevorzugen.
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